Apparative Funktions- und Leistungsdiagnostik
BIA
Die bioelektrische Impedanzanalyse, kurz BIA, ist ein Verfahren zur Bestimmung der Zusammensetzung des menschlichen Körpers. Sie wird vor allem zur Ermittlung des Körperfettanteils verwendet.
Der menschliche Körper ist aus heterogen Materialien zusammengesetzt. Die Kompartimente können grob eingeteilt werden in:
- Magermasse (LBM, „lean body mass“): Sie besteht aus Proteinen (Muskeln), Mineralien (Knochen und Elektrolyte) und Körperwasser (TBW, „total body water“). Das TBW setzt sich wiederum aus der Intrazellularflüssigkeit (ICW; Flüssigkeit in Zellen und Geweben) und der Extrazellularflüssigkeit (ECW; Blut, Lymphe etc.) zusammen.
- Körperfett: Körpermasse abzüglich der Magermasse.
Das Prinzip der bioelektrischen Impedanzanalyse basiert auf der Messung des elektrischen Gesamtwiderstandes des Körpers (Impedanz). Der erzeugte Wechselstrom (Stromstärke 0,8 mA) wird bei einer Frequenz von 50 kHz durch im Körper enthaltene Elektrolyte weitergeleitet und die Impedanz (Z) ermittelt. Sie wird errechnet, indem die gemessene Stromspannung (V) durch die eingeleitete Stromstärke (I) geteilt wird (Z=V/I).
Laktat
Die Laktat-Leistungsdiagnostik ist der dominierende sportmedizinische Labortest im Ausdauersport. Hierbei erhält man Aufschluss über die individuellen Schwellwerte bzw. Trainingsbereiche eines Athleten: Laktatschwelle, Individuelle aerob-anaerobe Schwelle, etc.
Was bringt mir eine Leistungsdiagnostik?
Die einfachste Form, die Ausdauerleistungsfähigkeit in zu überprüfen, besteht in der Durchführung sogenannter „Feldtests“. Zu diesen sportpraktischen Testverfahren zählen im Laufsport u.a. der Cooper-Test, der Conconi-Test und der 5000m Lauf.
Sportmedizinische Labortests, bei denen während der Belastung nicht nur der Puls, sondern auch die Laktatkonzentration im Blut gemessen wird, analysiert den Energiestoffwechsel unter Belastung. Davon können Grenzwerte zur individualisierten Trainingssteuerung sowie Stärken und Schwächen in den unterschiedlichen Belastungsbereichen (Grundlagenausdauer, wettkampfspezifische Ausdauer, etc.) abgeleitet werden.
Welche Formen der Leistungsdiagnostik gibt es?
Sie geben durch ganz unterschiedliche Analyseverfahren Aufschluss über die individuellen Schwellwerte zwischen der rein aeroben, der gemischt aerob-anaeroben und der rein anaeroben Energiebereitstellung. Grundlage für die Ermittlung ist in jedem Fall die Durchführung eines Stufen- oder Rampentests.
Ablauf eines Stufentests
Wie der Name schon andeutet, ist ein stufenförmiges Belastungsprotokoll auf einem geeichten Ergometer (Laufband, Rad- oder Ruderergometer, etc.). Das Belastungsprotokoll beginnt bei einer kaum wahrnehmbaren Belastung (beispielsweise Gehen mit 6 km/h oder Radfahren mit 60 Watt) und steigert sich bis hin zu einer maximalen Belastung. Auf dem Laufband wird zum Beispiel aller 3 Minuten die Geschwindigkeit um 2 km/h erhöht, bis das Tempo nicht mehr gehalten werden kann. Am Ende jeder Belastungsstufe wird neben der Herzfrequenz die Laktatkonzentration im Kapillarblut ermittelt und dokumentiert.
OPED Pro
Orthelligent PRO – Der digitale Assistent für Prävention und Rehabilitation.
Einfache Entscheidungsregeln können Rupturen und Re-Rupturen nach VKB-Plastik um 84% verringern.
So können Sie funktionsbasierte Test für die Prävention sowie Nachbehandlung einfach, schnell und effizient durchgeführt werden.
Diese Analysen und Auswertungen liefern Rückschlüsse auf den jeweiligen IST Zustand.
Zur Auswertung werden die Messergebnisse der linken und der rechten Seite miteinander verglichen, diese werden auch als (LSI Limp Symetry Index) bezeichnet.
Zusammen mit weiteren Informationen in der Verlaufsanalyse, kann die Verbesserung des Trainings noch deutlicher und objektiver dargestellt werden.
Die Tests und Übungen sind in drei Kategorien gegliedert:
Phase I Bewegungsausmaß / Beweglichkeit
Phase II Koordination
Phase III Kraft / Schnelligkeit
Functional Movement Screen (FMS)
Der FMS ist ein einfacher, zuverlässiger und schneller Screen, der dem Untersucher einen guten Überblick über die Stärken und Schwächen eines Sportlers bei der Ausführung grundlegender Bewegungsmuster liefert.
Asymmetrien, Bewegungseinschränkungen und Kraftdefizite gehören zu den Hauptfaktoren, die ein Verletzungsrisiko steigern. Der Körper nutzt Kompensationsbewegungen, um Defizite auszugleichen. Das Resultat sind unphysiologische Belastungen, erhöhter Energieverbrauch, eine höhere Belastung des Herzkreislaufsystems und eine insgesamt verminderte Leistungsfähigkeit.
Der Screen zielt also darauf ab, Risiken präventiv zu erkennen, bevor sie Symptome verursachen. Das generelle Risiko, Verletzungen durch eigene körperliche Defizite zu erleiden, kann reduziert werden, wenn diese nicht kompensiert, sondern rechtzeitig ausgeglichen werden.