Sonne ohne Reue

Schutz im Sommer

In unserer Gesellschaft steht ein sonnengebräunter Teint für „gesund“, „dynamisch“ und „erfolgreich“. Das sprichwörtliche „Farbeschinden“ wird von vielen Menschen – trotz Warnungen von Ärzten und anderen Experten – noch immer praktiziert.

Doch unsere Haut vergisst nichts! Jeder Sonnenbrand (vor allem im Kindes- oder Jugendalter) erhöht Ihr Risiko an Hautkrebs zu erkranken. Dabei spielt nicht nur die Gesamtmenge an UV-Strahlung, die über Jahre auf einen Menschen einwirkt, sondern auch die Intensität eine wichtige Rolle.

Beachten Sie daher nachfolgende Tipps:

  • Meiden Sie die pralle Sonne, besonders in der Mittagszeit.
    Von 11 – 15 Uhr im Schatten bleiben
  • Gehen Sie nie ohne Sonnenschutz in die Sonne
    3 x H hilft: Hut, Hemd und Hose aus dicht gewebten Material
  • Verwenden Sie eine Sonnencreme mit LSF 25 und mehr
  • Cremen Sie sich richtig und zum richtigen Zeitpunkt ein!
    Gleich morgens, auf jeden Fall aber 30 Minuten vor dem Sonnenbad
  • Die Sonne ist auch im Schatten aktiv– auch dort braucht man entsprechenden Sonnenschutz
    Auch im Schatten oder bei Bewölkung scheint die Sonne mit einer Intensität von
    50 %. Bei Wasser, Sand, Schnee und anderen reflektierenden Umgebungen ist die Intensität um bis zu 85% höher!
  • Verwenden Sie keine alten Sonnencremen vom Vorjahr
  • Auch die Lippen vor der Sonne schützen
  • Verwenden Sie auch entsprechenden Schutz für die Augen
  • Achtung bei Medikamenteneinnahme – bestimmte Medikamente steigern die Lichtempfindlichkeit der Haut.
  • Beobachten rettet Leben! 90% aller Hautkrebsfälle sind bei Früherkennung heilbar! Daher regelmäßige Selbstbeobachtung der Haut!

 

Sonnenschutz aber richtig

Grundsätzlich überall an den Stellen eincremen, wo die Sonne hinkommt. Ganz besonders wichtig sind „Sonnenterrassen“ Nase, Schultern, Fußrücken, der obere Bereich der Unterarme. Massieren Sie die Creme nicht zu sehr ein, es darf ruhig weiß auf der Hautoberfläche bleiben! Der Schutz wirkt auf der obersten Hautschicht!

 

Lichtschutz wie!

Der Lichtschutzfaktor gibt an, um welchen Wert man sich länger in der Sonne aufhalten kann, also ohne ein Sonnenschutzmittel. Das hängt auch vom Hauttyp ab. Zum Beispiel geht man bei einem LSF 20 davon aus, dass sich hellere Hauttypen etwa 5-10 Minuten ungeschützt in der Sonne aufhalten können bis sich eine Rötung auf der Haut zeigt, dann vervielfacht sich der Wert um das 20fache mit einem entsprecheden Lichtschutzfaktor. In jedem Fall aber gilt, dass wenn die ersten Hautrötungen auftreten, sofort raus aus der Sonne! Kühlende Produkte aus der Apotheke verwenden – bei starken Rötungen oder gar Blasenbildung unbedingt den Arzt aufsuchen!

 

Wasserfest

Wird nach Richtlinien der COLIPA geregelt. Bedeutet, dass nach einem 2 x 20 minütigem Aufhalten in einem Wirlpool noch mindestens 50 % Sonnenschutz vorhanden sind. Wichtig ist auch das richtige Verhalten. Das heißt, kein abtrocknen nach dem Verlassen des Wassers. Sonst unbedingt wieder nachcremen!

 

Die Hauttypen

nicht jeder Mensch verträgt die Sonne gleich gut. Der richtige Sonnenschutz und die sogenannte „Eigenschutzzeit“ werden vom Hauttyp bestimmt.

  • Hauttyp I – Keltischer Hauttyp – rothaarig, Sommersprossen, helle Haut, helle Augen, ungeschützt immer rot, bräunt niemals, höchste Sonnenbrandneigung
    max. Eigenschutz 5 – 10 Minuten – empfohlener LSF 50 +
  • Hauttyp II – blond, blauäugig, helle Haut, ungeschützt meistens rot, geringe Bräunung, hohe Sonnenbrandneigung
    max. Eigenschutz 10 – 20 Minuten – empfohlener LSF 30 – 50
  • Hauttyp III – brünett, helle bis hellbraune Haut, dunkelgraue oder braune Augen, manchmal Sonnenbrand, gute Bräunung
    max. Eigenschutz 20 – 30 Minuten – empfohlener LSF 20 – 25
  • Hauttyp IV – dunkelhaarig, olive bis dunkelbraune Haut, braune Augen, selten Sonnenbrand, tiefe und gute Bräunung
    max. Eigenschutz 30 – 40 Minuten – empfohlener LSF 15 – 20

 

Sonnenschutz für Kinder

Die Haut von Kindern unter einem Jahr ist noch sehr empfindlich! Vorsicht – spezielle Sonnencremes mit höchstem Sonnenschutz verwenden! – Nicht in die Sonne gehen!
Wichtig: Schatten und Kleidung!
Kopfbedeckung, Nackenschutz, Schirm als Gesichtsschutz, Kleidung aus UV-undurchlässigem Material, Schuhe.
Vermeiden Sie das Auftragen von Babyöl, das macht zarte Kinderhaut noch lichtempfindlicher.
Hände, Gesicht, Ohren und Nacken mit Sonnenschutzmittel (photostabil, multi-resistent – wasser-, abrieb- und schwitzfest – und höchstem LSF) eincremen.

Ein Sonnenbrand bei Kleinkindern darf auf gar keinen Fall auf die leichte Schulter genommen werden! Ausgedehnte Sonnenbrände müssen daher umgehend medizinisch behandelt werden.

Tipp:

Erwachsene dienen als Vorbild für Kinder. Gehen Sie deshalb mit gutem Beispiel voran. Bleiben Sie nicht zu lange in der Sonne und schützen Sie sich mit T-Shirt, Kopfbedeckung und dem richtigen Sonnenschutz.

 

Quelle Brochüre „Sonne ohne Reue“ der österreichischen Krebshilfe

 

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